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geschmückte Rotvieh-Kuh
Harzer Rotvieh

Rotvieh-Herde

 

Harzer Rotvieh-Kuh

 

geschmückte Harzkuh

 

Harzer Rotvieh-Herde

 


Rotes Höhenvieh / Harzer Rotvieh

Die Forst Farm ist für das Harzer Rotvieh das größte Zuchtzentrum Thüringens mit Herdbuchzucht. Wir betreiben seit 1992 die Rückzüchtung und Wiedereinbürgerung dieser stark vom Aussterben bedrohten alten Nutztierrasse im Harz (Rote Liste der GEH e. V., Kategorie I).
Unsere Herde umfasst 2 Zuchtbullen, 60 Mutterkühe, 18 Jungtiere und 28 Kälber, der Bestand ist amtlich BHV I, Brucelose und Leukose frei.

Das Rote Höhenvieh ist die älteste und traditionsreichste Mittelgebirgsrasse Deutschlands, entstanden aus der alten Keltenkuh, durch vielfache Kreuzung bis zum Mitteldeutschen Rotvieh und heutigem Roten Höhenvieh. Die ersten „roten Ahnen" lebten schon in der vorchristlichen Zeit!

Was macht nun diese gefährdete Population so erhaltenswürdig – und warum gibt es extra nationale Fachprogramme zum Erhalt der tiergenetischen Ressourcen? Das Harzer Rotvieh hat als älteste Landrasse mehr zu bieten, als viele andere:

  • Genügsam, gesund und problemlos
  • beste Mütterlichkeit, leichtkalbig, vitale Kälber mit hohen Zunahmen
  • Milch hat einen sehr hohen Gehalt an Inhaltsstoffen
  • besondere Fleischqualität, kurzfasrig ohne Talg und Fett
  • robuste Arbeitstiere für alle Gespannarbeiten, marschfähig über weite Strecken
  • ideale und schonende Landschaftspfleger für Berg- und Feuchtwiesen, extreme Lagen, Grenzstandorte, Streuobstwiesen und Gipskarst-Standorte
  • wetterharte, artgerechte Haltung in friedlichen Herden

Unser Anliegen geht über die normale züchterische und wirtschaftliche Arbeit hinaus. Nicht nur die Erhaltung der genetischen Vielfalt, sondern auch ökologische und kulturelle Aspekte spielen eine Rolle - eben diese waren Ende der 60-er Jahre in der DDR keineswegs von Interesse. 1970 wurde der letzte Rotviehbulle in der Besamungsstation Nordhausen geschlachtet. Im Harz verschwand das Rote Höhenvieh, hier spricht man von Harzer Rotvieh, Ende der 70-er Jahre vollständig aus der beheimateten Region. Auch im Westharz gab es keine Herden mehr. Unbegreiflich – innerhalb weniger Jahre wurde der Bestand von ca. 4.300 roten Herdbuchkühen im Ostharz liquidiert.

Gründe dafür war die stark leistungsorientierte Ausrichtung der Rinderzucht. Die mittelrahmigen, familienintegrierten Milch, Fleisch und Arbeitsleistung erbringenden Rinder hielten den modernen Anforderungen an Fleischausbeute und Milchmenge (wohl aber der der Inhaltsstoffe) nicht stand. Dazu war es chic und auch wesentlich effektiver, mit Traktoren Felder und Grünflächen zu bewirtschaften und mit dem Auto in die Stadt zu fahren, statt mit dem Kuhgespann!

Heute trauern viele diesem „Kulturverlust“ nach. Viehaustriebe und Almauftriebe sind aktueller denn je. Ein heile Welt-Bild vermittelnd und beschaulich – auf Waldweiden grasende Rinder mit Kuh-Glocken. Bei Umzügen und Schauen sind vermehrt berittene oder angespannte Kühe zu bestaunen, und die Deutschen fahren extra für solche Erlebnisse in die Schweiz oder nach Österreich. Bleiben Sie doch im nächsten Jahr einfach mal zu Hause und erholen sich in unserem schönen Harz.

In dem idyllisch gelegenem Bergdorf Rothesütte betreiben wir seit dem Jahr 2000 einen weitläufigen Koppelkomplex - die Rothesütter Alm. Dort organisieren wir alle zwei Jahre Anfang Juli einen Almauftrieb mit Wiesenfest. Es gibt harzytypische Stände, Speisen und Getränke. Echte Harzer Hirten begleiten in ihren Trachten die Herde, und traditionelle Klänge ertönen. Den Termin entnehmen Sie bitte unserer Informations- und Veranstaltungsseite.

Aktiv beteiligt sind wir an Landestierschauen, regionalen Schauen und bundesweiten Veranstaltungen, wo oft sogar erste Preise erzielt werden. In Schauprogrammen stellen wir unsere Tiere manchmal sogar beritten und in traditioneller, original Harzer Ausrüstung vor (Holzbügelglocken, Blumengebinde, verzierte Lederhalfter), angespannt vor dem alten Leiterwagen. Spaß und Begeisterung nicht nur bei den Zuschauern sind garantiert.
Aufträge zur Mitwirkung an Ihren Veranstaltungen, Umzügen und Familienfeiern werden gern entgegengenommen.

Inzwischen haben Sie schon viel über das Rote Höhenvieh und deren Untergruppe „Harzer Rotvieh“ gesehen und gelesen. Was aber steht im Zuchtziel über Exterieur und Maße? Das Rote Höhenvieh ist eine einfarbig rote bis rotbraune Rinderrasse mit hellen Hörnern, hellem Maul und heller Schwanzquaste. Die Wiederristhöhe liegt zwischen 130 und 145 cm. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 500 und 1000 kg.

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Harzer Rotviehbulle
Diana Forst mit Harzer Rotvieh-Herde
Harzkuh mit Kalb vor Rothesütte