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Merkmale - Zuchtziel - Geschichte
DER
„LEWITZER“ - ein zuverlässiger Freizeit- und
Sportkamerad
Lewitzer
sind „Familienmitglieder“, die sich aufgrund ihrer
überdurchschnittlichen Charaktereigenschaften größter
Beliebtheit erfreuen. Sie sind besonders auf den Menschen geprägt.
Gerade für Anfänger oder Kinder, als Reit- oder Fahrponys
stellen diese beliebten „mittelgroßen“ Pferde
eine Alternative für Freizeit, wie auch Leistungssport
dar. Die Vorzüge der Lewitzer liegen in:
• Leistungsbereitschaft • Genügsamkeit •
Konstitutionsstärke • Umgänglichkeit • ausgeglichenes
und freundliches Temperament • charakterstark •
anspruchslos • robust • elastischer Bewegungsablauf
• Widerstandsfähigkeit • Hohe Fruchtbarkeit • Anpassung
an jede Situation •hohes Regenerationsvermögen • klug
• gelehrig • absolut gutmütig • langlebig
• Eleganz • Schönheit
Aus
dem Zuchtziel des Mecklenburger Pferdezucht-Verbandes ...
Herkunft: Mecklenburg-Vorpommern
Größe: Widerristhöhe 130 -
148 cm
Farbe:
Plattenschecken aller Farben außer Schimmel
Gebäude
Kopf:
trocken und ausdrucksvoll, großes klares Auge, ausreichend
breite Stirn, mittellange Ohren, gerader bis leicht konkaver
Nasenrücken, ausreichend Ganaschenfreiheit
Hals: mittellange gut ausgeformte Halsung,
nicht zu hoch angesetzt, Unterhals unerwünscht
Körper: ausgeglichene Proportionen,
nicht zu lang, ausgeprägter Widerrist, gut bemuskelte
Schulter, mit ausreichend Schulterfreiheit gute Brusttiefe
und -breite, geschlossene Mittelhand, gut bemuskelte ausreichend
lange mäßig geneigte Kruppe
Fundament: trocken, kräftig mit gut
ausgebildeten Gelenken und gut geformten Hufen, korrekte Gliedmaßenstellung
raumgreifend, taktmäßig, ausreichend elastisch bei
leichter Aktion mit deutlichem Schub aus der Hinterhand
vielseitig einsetzbares Reit- und Fahrpony für Freizeit-
und Turniersport im Kinder- und Jugendbereich und für „ältere
Einsteiger"
Zunächst
auf dem VE Gut Tierzucht „Lewitz“ Neustadt-Glewe
südlich Schwerin in Mecklenburg gezüchtet. Herr Direktor Ulrich
Scharfenorth war ihr Schöpfer. Seit 1971 - Beginn der planmäßigen
Zucht und gezielten Selektion. Aus Kreuzungen von Ponystuten
verschiedenster Rassen mit Araber- und Trakehnerhengsten hervorgegangen.
Die Ausgangs-Pferde waren schon vor dem 2. Weltkrieg hauptsächlich
in der Mecklenburgischen Schweiz zu finden. Dort existierte
eine gewisse Bestandskonzentration, es ist aber leider nicht
bekannt, ab wann dieser Pferdeschlag dort genau gehalten wurde
und ob auch schon ein gewisses Maß an Bodenständigkeit
vorlag. Von hier aus nahmen jedenfalls die ersten 7 Ponys, 2
Hengst- und 5 Stutfohlen, die alle Schecken waren, 1970 ihren
Weg in die Lewitz. Darunter war auch der Mitbegründer und
Stammhengst der heutigen Lewitzer „Salto B 385“,
geboren am 10.05.1970. Ein weiterer Urvater war der Rappscheckhengst
„Poncho B 387“, geboren am 03.04.1973. Seine ersten
gekörten Söhne „Passat“, „Pinto“
und „Peter I“ sind aus Lewitzer Begründerstuten,
wie „Rosi“, „Soligirl“ und „Sektperle“
hervorgegangen und sind ein Teil der noch im Zuchteinsatz stehenden
heutigen „alten Stammhengste“.
Insgesamt
bildeten 15 Stammstuten anfangs die betriebliche Zuchtbasis.
Die Suche nach einer Bezeichnung für diese sich entwickelnde
Population war zunächst ohne jede Emotion und sollte einer
sachbezogenen Namensgebung, der Identifikation und Abgrenzung
gegenüber anderen Zuchten dienen. Es war naheliegend, sie
als Lewitzer-Schecken zu bezeichnen, was jedoch beim Erbgang
des Scheckungsfaktors und der damit gekoppelten Geburt einfarbiger
Fohlen Probleme mit sich brachte. Sachgerechter und auch einfacher
war es daher, sie kurzer Hand als „Lewitzer“ zu
bezeichnen. Dabei spielte die festgeschriebene Landschaftsbezeichnung
eine nicht unbedeutende Rolle.
Sie
werden seit
1976 im Zuchtbuch geführt. Lange Zeit war der Lewitzer
nur eine Zuchtrichtung, heute ist er eine von der Deutschen
Reiterlichen Vereinigung anerkannte eigenständige Rasse,
die in allen Zuchtverbänden der BRD geführt wird.
Das Mutterstutbuch wird beim Mecklenburger Pferdezuchtverband
geführt. Züchterisch werden die Ponys in allen Landesverbänden
betreut, sowie im Deutschen Pintozuchtverband und im Zuchtverband
für Deutsche Pferde.
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